Veranstaltungshinweis

Zur Zukunft der Seniorenwohnanlagen in Kassel

Krankenhäuser und Pflegeheime werden zunehmend zu „weißen Fabriken“, die im Zustand der Konkurrenz mit den Mitbewerbern auf dem Pflegemarkt Gewinne erzielen müssen. Die Schichtbesetzung wird ausgedünnt und Patienten und Heimbewohner im Eiltempo versorgt – eine gefährliche Situation!

Die Gesund¬heit Nordhessen Holding (u.a. Klinikum Kassel) hat bereits im Jahr 2012 beschlossen, sich aufgrund prognostizierter Verluste bald-möglichst von ihrer Altenpflegesparte (Pflegeheime, ambulante Dienste und betreutes Wohnen unter dem Dach der Seniorenwohnanlagen [SWA Kassel]) zu trennen, weil sie diese nicht als ihr Kerngeschäft sieht. Momentan gibt es Gespräche mit einem kirchlichen Träger über einen Verkauf. Es stellt sich die Frage, was dies für die Pflege und die Beschäftigten bedeutet. Denn die meisten anderen Altenpflegebetriebe der Region zahlen ein Gehalt deutlich unter dem Niveau des Tarif-vertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) und bieten ihre Leistungen zu niedrigeren Preisen an.

***Veranstaltung am 2.7., 19 Uhr, Philipp-Scheidemann-Haus***

Auf der Offenen Fraktionssitzung der Kasseler Linken am 2.7. berichten ver.di-Mitglieder über die aktuelle Situation. Wir laden alle Interessierten ein gemeinsam zu überlegen, wie wir auf kommunaler Ebene die Beschäftigten unterstützen und die Altenpflege sichern und verbessern können.

Fraktion im Kasseler Rathaus, Obere Königsstr. 8, 34117 Kassel, Tel:0561/7873315

Mitschnitt: Sendung zu Pflegearbeit im Freien Radio Kassel

Am Freitag, den 25. April gab es eine Ausgabe der Sendung „Themenwechsel“ im Freien Radio Kassel, die sich sozusagen aus erster Hand mit dem Thema Pflegearbeit und damit zusammenhängenden Fragestellungen beschäftigt hat.
So geht es etwa um die konkreten Arbeitsbedingungen, ebenso werden Fragen nach den Ursachen für deren fortschreitende Verschlechterung aufgeworfen und nach Möglichkeiten, Widerstand zu leisten.

Unter diesem Link könnt ihr euch den Mittschnitt der Sendung herunterladen (dort dann die Links zum ersten bzw. zweiten Teil der Sendung anklicken und dann jeweils auf „Download“ klicken.)

Anmerkungen, Ideen, Fragen, Kritik … schickt gerne per E-Mail an die Adresse verein[at]freies-radio.org (das „[at]“ durch ein“@“ ersetzen). Und natürlich freuen wir uns auch über weitere Verbreitung des Sendungsmitschnitts.

Anmerkung: Aufgrund des bürgerlichen Urheberrechts fehlen im Mitschnitt leider die meisten Musikstücke (bis auf das erste, da die betreffende Band nicht mit der Gema zusammenarbeitet).

Warnstreik des öffentlichen Dienstes in Kassel

Für morgen, Mittwoch, den 26. März ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die nach Tarifvertrag des öffentlichen Dienst (TVöD) Beschäftigten nordhessenweit zum Warnstreik auf.
Die Gewerkschaft ruft in ihrem Streikaufruf ausdrücklich auch alle nicht direkt von den Streikaufrufen Betroffenen Kolleginnen und Kollegen auf sich solidarisch zu erklären und die Streikenden im Öffentlichen Dienst zu unterstützen.
Die Forderungen in der diesjährigen Tarifrunde beinhalten u.a.:
- 100 Euro monatlich mehr plus 3,5%
- 30 Tage Urlaub für alle
- Schluss mit sachgrundlosen Befristungen
- Übernahme der Auszubildenden

Es wird drei Demonstrationszüge vom Klinikum, dem Betriebshof der KVG und dem Rathaus geben und eine gemeinsame Kundgebung ab 10 Uhr auf dem Königsplatz.

Zum Warnstreik aufgerufen sind auch mehrere Pflegebetriebe, in Kassel u.a. das Klinikum und die Seniorenwohnanlagen. Treffpunkt der PflegearbeiterInnen ist ab 7 Uhr 30 vor dem Haupteingang des Klinikums.
Auf dem anschliessenden Demonstrationszug wird es auf der Höhe des Altmarkts eine „Pflege am Boden“-Aktion geben, um auf die Situation in der Pflege aufmerksam zu machen.

Links:
Streikaufruf Nordhessen
Die Forderungen

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Arbeiten und Organisieren im Pflegebereich und Care-Sektor

Sie leisten gesellschaftlich überaus wichtige Aufgaben, kümmern sich, heilen, pflegen und dennoch erfahren sie immer weniger Respekt und Anerkennung. Steigender Druck durch Zeitmangel und zu wenig Personal, befristete Verträge, Teilzeitbeschäftigung führen zu Burn-Out, Depressionen und rauben die Kraft weiter zu machen. Ob persönliche Assistenz, Alten- oder Krankenpflege. Sie alle sind betroffen von Privatisierung und der Unterwerfung der Gesundheit unter die Logik der Effizienzsteigerung für Profit und Gewinnmaximierung. Und das betrifft nicht nur die Menschen, die in diesen zentralen Bereichen arbeiten, sondern es wirkt sich auch negativ auf die Qualität der Pflege aus.

Wir möchten einen Blick auf die ganz konkreten, oft skandalösen Arbeitsbedingungen in der Pflege werfen. Kolleginnen und Kollegen berichten über ihre Erfahrungen in Gesundheits- oder Pflegeeinrichtungen und zeigen auf wie gewerkschaftliche Organisierung am Arbeitsplatz aussehen kann. Wie können die Missstände durch gemeinsames Handeln verbessert werden? Was für Versuche gibt es, sich zusammenzuschließen und erfolgreich für würdige Arbeitsbedingungen und gerechte Verhältnisse zu kämpfen? Wie können diese Kämpfe zusammen mit den PatientInnen/KundInnen und deren Angehörigen geführt werden? Wie können wir unsere Solidarität zeigen?

Wann? Sonntag, 30.März 2014 – 18 Uhr

Wo? Café DesAsta Arnold-Bode-Str. 6 (Moritz-/Ecke Henschelstraße an der Uni Kassel)

Wer wir sind?

Die IWW (Industrial Workers of the World) ist eine internationale Basisgewerkschaft die auf kollektives, solidarisches Handeln und Selbstorganisation statt Stellvertreterpolitik setzt. Einmal monatlich organisieren wir das ‚Wobbly-Café‘ – eine Diskussionsveranstaltung zu wechselnden Themen aus Arbeitskämpfen.

Fragen? wobbly-cafe@wobblies-kassel.de

Inaktivität

Der „Stammtisch“ hat sich jetzt bereits seit einigen Monaten nicht mehr getroffen. Sollte sich dies in Zukunft noch einmal ändern, wird es u.a. hier bekanntgegeben werden.